Asientrip let´s go, erste Station: Bangkok

Asia, Thailand, Travel

So jetzt geht es endlich los! Ich hab geschlafen wie eine kotbeschmierte Schuhsohle-echt scheisse…obwohl ich im Grunde gar nicht aufgeregt war/bin, sondern mich eher gefreut habe auf den Start der Reise und meinen Freund, den ich in Bangkok zum ersten Mal nach einem Monat wiedersehe. Wahrscheinlich unterbewusste Aufregung, die mir direkt auch mal leicht erhöhtes Fieber verschafft hat. Perfekt, jetzt kann es losgehen! 😀

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Ich bin gerade irgendwo über Kroatien…oder Bulgarien…keine Ahnung aufjedenfall geht’s straight nach Istanbul und von da aus weiter nach Bangkok, was die erste Station meiner Reise darstellt und sowieso Dreh- und Angelpunkt für viele, viele Asienreisen ist. Etwas geschockt war ich von den Ereignissen, die sich ca abspielten als ich am Flughafen in Düsseldorf eintraf-nämlich der Absturz einer German Wings Maschine, die auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf war und irgendwo über Frankreich abgestürzt ist. Die Maschine hätte genau ankommen sollen, als ich am Flughafen eintraf, demnach waren überall Seelensorger unterwegs, auf dem Weg zu den Angehörigen, die sich wahrscheinlich auf die Ankuft ihrer Bekannten gefreut hatten- welch eine Tragödie! Hat mich direkt mal dezent in Panik gebracht und habe beim Start fast geheult bei dem Gedanken abzustürzen, während ich an parkenden German Wings Flugzeugen vorbeifuhr…aaaah okai Enna komm mal klar, statistisch wäre ich natürlich viel eher auf der Autofahrt zum Flughafen gestorben als während des Flugs. Über Turkish Airlines kann ich bisher nur gutes berichten, das Essen war affengeil und alles typisch türkisch angehaucht-hat mir sehr gefallen!

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Dann bin ich den zweiten Flug angetreten und hinter mir und vor mir war komplett alles frei, sodass ich mich deftig ausbreiten konnte und trotzdem keine Sekunde geschlafen hab… ich kann es einfach nicht im sitzen, nur in der waagerechten Position in einem Bett geht das! Mega gerädert und ein Häufchen Elend kam ich im stickigen Bangkok an und zum Glück habe ich endlich meinen Freund nach einem Monat wiedergetroffen, was die Laune sofort gehoben hat! Wir haben am Flughafen Geld gewechselt- hier haben sie wohl faire Tarife- und haben dann mit einem Van Bus 2 Stunden zu unserem Hotel gebraucht, nachdem uns ein Taxifahrer im Anschluss zuerst ohne Taxometer fahren wollte für 300 Baht und wir ihn dann zwangen das Ding anzuschmeissen! Dann hat es nur noch 130 Baht gekostet und das auch nur, weil er ca. 25 Minuten Schleichwege gefahren ist ( hatte die App Citymaps2go geladen, die einem den Standpunkt und das Ziel ganz genau anzeigte)…verarschen konnte der uns so eigentlich nicht! Also immer Taxometer anschalten lassen, sonst ziehen die einen eiskalt übers Ohr! Ich mein 300 Baht wären auch nur sowas um die 10€ gewesen, aber ich persönlich finde die dürfen ruhig mit den Touristen Geld verdienen, aber sie ausnutzen und verarschen da reagier ich mega empfindich drauf! Duschen war das allergeilste was wir tun konnten und danach gings mit Jetlag und brennenden Augen los mit dem Tuk-Tuk zum Siam Center….auch hier vorher festen Preis ausmachen und HANDELN, die Thailänder kennen es nur so und mögen das Handeln, also keine Scheu! Das Siam Einkaufscenter ist mit Abstand das sauberste und stylischste, welches ich jeh gesehen habe- alle Shops sind unglaublich fantasievoll gestaltet, aber preiswertes findet man hier nicht-nur weltbekannte Marken.

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Eher Aussen sind wir auf coole Stände und Läden aufmerksam geworden und haben uns nach dem langen Flug auch direkt eine typische Thaimassage gegönnt-hardcore, aber geil und für eine Stunde 10€ ein Traum!

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Danach noch ein paar Fleischspieße vom Straßenstand gegessen, welche mega lecker waren und dann schon wieder mit 200 km/h per Tuk-Tuk zurück ins Hotel.

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Was die machen ist unglaublich auf den Straßen. Quetschen sich mit Vollspeed durch jede freie Ritze, fahren mit dir auf die Gegenfahrbahn und rasen über Kreuzungen als ob 5 GTA Bullenwagen hinter ihnen her wären…aufjedenfall aufregend, wer Angst in so einem krassen Verkehr hat, sollte lieber das Taxi nehmen. Auch auf der Autobahn gilt das Gesetz des Stärkeren und so wollte sich ein Kleinwagen zwischen zwei LKWs drücken und wurde eiskalt vom Hintermann angestossen, er solle das gefälligst sein lassen hahaha einfach zu hart die Thais! Abends ist dann der komplette Himmel aufgeplatzt und es hat sich ein Monsunregen ergossen, der nach kurzer Zeit alles komplett unter Wasser gesetzt hat. Aber so schnell wie das Wasser kam, war es dann auch wieder weg…

Zweiter Tag: Der Tag begann mit einem Frühstück in einem touristischen Laden an einer belebten Strasse- ich wollte endlich mal meinen ersten Smoothie probieren aus richtig frischen Früchten…

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…danach ging es zuerst zur Khao San Road, die berühmte Backpacker Straße, um ein Bus und Fährenticket nach Koh Tao zu klären. Dort haben wir uns gleich nochmal eine Fußmassage gegönnt- ich liebe es und nur 4 € für eine halbe Stunde- Träume werden wahr in Thailand, hier schlägt jedes Geizherz höher !
Eigentlich wollten wir an diesem Tag die berühmten Tempel, den Königspalast und den liegenden Buddha anschauen, allerdings hatten die schon geschlossen und mittlwerweile kann ich ehrlich sagen: Lasst euch von keinen Thais anlabern, die erst so wirken, als ob die dir die Super Tipps geben wollen und freundlich sind: Auf dem Weg zur Khao San Road und dem Fährenbüro haben uns zwei Thailänder vorsätzlich in die falsche Richtung geführt und wollten uns wahrscheinlich in eine Richtung führen, um einen anderen Deal mit uns auszumachen. Auch auf dem Weg zu dem Tempel hatten zufällig zwei Thailänder die gleichen Tipps einen viiiiel besseren Trip auf die andere Seite des Flusses zu machen und einen Floating Market zu machen- so ein Zufall! Die Thais sehen in den meisten Touristen die absolute Einnahmequelle und sind vorsätzlich freundlich und hilfsbereit um letztendlich einen eigenen Gewinn dabei rausschlagen zu können…
Wir sind dann zum Asiatique Markt gefahren, welchen wir absolut empfehlen können. Sehr modern und leicht europäisch angehaucht gibt es hier viele Stände mit schönen Mitbringeseln und vielen Essmöglichkeiten direkt am Fluss!
Danach haben wir uns mit einem Tuk-Tuk zu der Moon Bar fahren lassen, die sich auf dem Rooftop des Banyan Tree Hotels befindet- hier wird ein entsprechender Dress-Code gefordert: Lange Hose für Männer und geschlossene Schuhe. Der Ausblick ist grandios, man kann über ganz Bangkok schauen, was mich sehr an New York erinnert hat, auch hier leuchtet alles und natürlich ist es in Bangkok, der angeblich heisstesten Stadt der Welt auch hier um Mitternacht noch angenehm warm. Die Preise sind vor Allem für thailändische Verhältnisse utopisch und auch teurer als normale Preise in Bars in Deutschland, aber die Aussicht rentiert sich und rechtfertigt den Preis-hier muss man wenigstens ein Bier getrunken haben (Chang Bier Flasche 10€).

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Danach wollten wir möglichst preiswert zuirück zum Hotel kommen und haben uns darauf eingelassen mit einem Mopedfahrer, der uns angesprochen hat für 100 Baht eine weitere Strecke gefahren zu werden. Allerdings waren wir zu dritt auf dem Moped, was in Deutschland sonst auch niemals denkbar wäre. Bisher konnte man jedem Fahrer in diesem crazy Straßenverkehr vertrauen, denn sie sind geübt und kennen die Straßen inn und auswendig. So hat uns auch der Typ ordentlich gefahren und dann ein paar hundert Meter vor dem Hotel abgesetzt. Plötzlich wollte er dann mehr Geld haben und ich hab mir direkt gedacht du Arsch mit Ohren, da ist jetzt unfair mehr zu verlangen, nachdem du uns zu dem abgemachten Preis gefahren hast. Massimo wollte ihm ein paar Münzen zusätzlich geben, aber das war ihm wohl auch zu wenig und innerhalb einer Sekunde reisst er sich sein Portmonee an sich und rast mit seinem Moped um die Ecke-Jackpot so eine Hure, er war natürlich über alle Berge- wenigstens ist die EC-Karte bei der Aktion auf die Straße gefallen, so kann mein Freund wenigstens noch zahlen- Ansonsten war etwas Geld drin, die Kreditkarte, Krankenkarte usw. Da hat der Trip natürlich gut angefangen und uns mega traumatisiert….Thailand gilt zwar als sicherstes Land in Asien, aber wir haben jetzt halt mal Pech gehabt und eine Missgeburt erwischt. Ich empfehle Taxen (mit Taxometer!), Tuk-Tuks als Fortbewegungsmittel, aber kein Mopedfahrer, die übrigens auch zu einer Fahrgesellschaft gehören und orangene Westen tragen. Danach hat mein Freund 3 ½ Stunden auf dem Polizeipräsidium verbracht, die sich rührend und sehr engagiert um den Vorfall gekümmert haben- zu dem Ort gefahren sind mit 4 Beamten, alles abgesucht haben und auf der Station die Zeit mit einem Plausch über Fußball gefüllt haben.
Wir haben daraus gelernt und umklammern unser Hab und Gut und nehmen nur das Nötigste mit nach draußen.
Der dritte Tag war noch leicht geprägt von den nächtlichen Erlebnissen und heute haben wir zunächst nochmal in der Lomprayah-Agentur ( Bus-und Fährenticket nach Koh Tao) gechekkt, ob unser Ticket noch gültig war, da auch unser Ticket in Massimos geklautem Portmonee war…alles geklärt. Dann haben wir uns auf den Weg zum Wat Pho gemacht, denn das war für mich der interessanteste Tempel, wegen dem einzigartigen, riesigen goldenen Buddha, den es so nicht nochmal gibt.

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Nachdem an diesem Tag irgendeine heilige Zeremonie für Einheimische dort stattfand, haben wir uns zuerst noch im nahliegenden Park niedergelassen. An einem kleinen See/Teich haben wir gechillt und uns vorgstellt, was darin wohl keucht und fleucht (vielleicht Krokodile?!) bis plötzlich wirklich ein riesiger Schwanz durchs Wasser glitt, während wir direkt am Ufer saßen. Es war dann eine Art Waran, aber locker 1,5 meter lang und hat sich dann gesonnt, woooow was ein Monster!

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Dann konnten wir endlich in den verdammten Wat Pho und ich kann es nur wärmstens empfehlen! Nachdem man draußen alle 2 Minuten von einem Tuk-Tuk-Fahrer angehalten wird oder sonst wo angelabert wird, ist es ein Segen diesen Tempel betreten zu dürfen und die vollkommene Ruhe genießen zu können. Man hat eine andächtige Stimmung verspüren können und die Anlage ist wunderschön! Weitläufig und wo man auch hingeht etwas schönes zu sehen! Wir waren um 17 Uhr da und der Tempel hatte bis 18:30 auf, die Zeit hat perfekt gereicht- es war fast niemand auf der Anlage, was das Ganze nicht so sehr touristisch hat wirken lassen. Der ca.30 meter lange,goldene Buddha ist ultra beeindruckend, also absolut empfehlenswert! (Eintritt 100 Baht)

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Danach haben wir wieder eine Thaimassage angesteuert und diese variieren wohl von Laden zu Laden- diesmal hätte ich heulen und schreien können, die Frau hat die einzelnen Muskelstränge gepiekst und hinfort geschoben, danach hab ich mich allerdings Vogelleicht gefühlt…Massimo wurde übrigens von einem Ladyboy mit der höchsten Stirn der Weltgeschichte massiert xD
Den Abend haben wir auf der Khao San Road mit ein paar Bier ausklingen lassen, die ist zwar mega touristisch, aber hier ist immer Action, Live-Musik und was zu sehen.
Heute am 4. Tag haben wir den Chatuchak-Markt besucht, für Besucher Samstags und Sonntags zu besuchen, und gilt als größter Markt Asiens und auch der Welt ( an die 20.000 Stände mit allerlei Krimskrams. Etwas außerhalb kann man hier ganz gut mit dem Skytrain bis zu Haltestelle Mo Chit fahren. Die Ständen bieten oftmals Ähnliches, aber trotzdem ist der Markt sehenswert und wir haben endlich auch unsere Selfie-Sticks ergattert und können ein neues Level des Selfies einläuten :D!
Danach haben wir noch eine zeitlang in dem annliegenden Park gechillt, um dann nochmal über den Markt zu gehen und zu Abend zu essen. Die Schweinespieße für 10 baht (30 cent) am Straßenrand sind hart lecker und hier hab ich auch zum ersten Mal Sticky Rice mit Mango gegessen (Reis,Mango mit Kokosnussmilch übergossen probiert-leeeeecker!). Auf dem Weg zum Skytrain war es zufällig 18 Uhr und ein Aufseher pfiff in einem Pfeife und jeder Thailänder im Park hörte aprupt auf mit seiner Tätigkeit unf blieb angewurzelt stehen bzw stand auf, wenn er vorher saß- zu Ehren des Königs und dem Buddhismus! Kurzer Schock und das Feeling von „the Happening“ oder einem Flashmob war das sehr interessant mit ansehen zu können Danach sind wir zurück zum Hotel, haben unser Gepäck geholt und sind zur Khao San Road zurück, weil hier um 21 Uhr unser Bus nach Koh Tao fahren sollte. Jetzt sitzen wir drin und können es kaum erwarten das Meer und Strände zu sehen!
Bangkok war laut,lustig, nervig, stickig, stinkig und insgesamt echt sehenwert, aber vielleicht sage ich das auch nur, weil ich die atemberaubenden Strände noch nicht gesehen habe….lets see!

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